Schulworkshops

Das Bild vom „Land Afrika“

In unserer Gesellschaft sind unsere Vorstellungen von „Afrika“ oftmals eng mit Stereotypen verbunden und durch einseitige Berichte in den Medien geprägt. Hinterfragt wird dieses Bild vom „schwarzen Kontinent“ selten und an deutschen Schulen werden nur sehr wenige Themen dazu behandelt – obwohl eine enge Verbindung zu den verschiedenen Ländern besteht, in der Vergangenheit wie auch heute.

Das Beispiel Namibia verdeutlicht dies stark: Die wenigsten SchülerInnen sind sich der kolonialen Vergangenheit sowie der wirtschaftlichen Beziehung zwischen den beiden Ländern bewusst.

Starke und vor allem negative Vorurteile

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Stereotypen sind vereinfachte Vorstellungen über Menschen. Für unser Gehirn ist dieses Arbeitsmuster zwar wichtig, unhinterfragt reproduzieren sie im Alltag dagegen die Zuschreibung von Privilegien und Benachteiligung verschiedener Personengruppen.

Wie sieht denn unser Bild von Afrika bzw. Namibia aus? Wir hören immer mal wieder von Hunger und Kriegen. Es ist heiß und gibt exotische Tiere. Und viele Menschen sind arm oder haben AIDS. Doch ist das alles?

Unser Bild von „Afrika“ hinterfragen

ASA SüdNordDie Schulworkshops sollen die SchülerInnen dafür sensibilisieren, dass wir leicht ein einseitiges Bild von verschiedenen Themen, Ländern und Menschen erhalten. Interaktiv soll die bestehende Vorstellung von Namibia verbildlicht und anschließend durch einen Kurzvortrag ergänzt werden. In einem abschließenden Gespräch wollen wir dann ein diversifiziertes Bild von Namibia erarbeiten. Neben der Vermittlung von spezifischen Informationen zu diesem Land geht es aber auch darum, die SchülerInnen zu einem Transfer auf andere afrikanische Länder zu befähigen.

Umsetzung und Zeitdauer eines Workshops

Der Workshop ist interaktiv konzipiert und soll die Schüler an ihrem Wissensstand abholen. Es gibt einen Wechsel von Gespräch und Vortrag, der stark medial untermauert ist. Besonders realitätsnah wird dies durch die ReferentInnen. Ein zwei-köpfiges Team, ein/e NamibierIn und ein/e Deutsche/r, können dieses Bild aufgrund der eigenen Erfahrungen besonders hautnah zeichnen.

Die Workshops sind auf mindestens eine Doppelstunde (2 x 45 Minuten) konzipiert. Wir empfehlen allerdings, mehr Zeit für die Einheit zu planen, um Raum für einen Gruppenbildungsprozess zu geben, der das offene Gespräch anregt. In besonderen Fällen ist auch ein Projekttag möglich.

Unsere Workshopangebote

Derzeit bieten wir zwei Workshops zu verschiedenen Themen an. Diese sind aufgrund des Niveaus für unterschiedliche Altersklassen geeignet:

  1. Our Image about Namibia (Jahrgangsstufe 5 – 12/13)
  2. (Neo-) Colonialism (Jahrgangsstufe 9 – 12/13)

Was wir benötigen

Das Wichtigste für uns (und erst recht die SchülerInnen) ist eine engagierte Lehrkraft die offen für neue Wege und Lehrinhalte ist. Zusätzlich sollte ein Beamer mit Lautsprechern von der Schule für den Workshop zur Verfügung gestellt werden. Verwendet werden zusätzlich die Tafel und eine von uns mitgebrachte Weltkarte.

Von einer „Einführungseinheit“ von Seiten des Lehrers/der Lehrerin raten wir ab. Wir wollen an den Wissensstand der SchülerInnen anknüpfen. Wenn kein Wissen vorhanden ist, dann soll dies zur Diskussion anregen und nicht als schlecht bewertet werden.

Bei anfallenden Reisekosten bitten wir um die Beteiligung oder Übernahme dieser durch die Schule, einen Förderkreis oder ähnliches.

Kontakt

Dass du es bis hierhin geschafft hast, zeugt von deinem Interesse an unseren Workshops! Schreib uns eine E-Mail und wir können alles Weitere im direkten Austausch klären.

info[at]welwitschia dot org