Alles hat ein Ende

Ich kam nach Namibia mit dem Ziel Bewerbungstrainings zu halten und Welwitschia etwas bekannter zu machen. Nach zwei Monaten kann ich sagen, dass diese Ziele erreicht wurden und die Ergebnisse noch darüber hinausgehen. Die Bewerbungstrainings waren allesamt erfolgreich. In Windhoek kamen 32 Interessierte und haben alle aktiv teilgenommen, ähnlich sind die beiden anderen Workshops verlaufen.

Nach dem ersten Bewerbungstraining, das ich mit unserer jetzigen Vorsitzenden gehalten habe, kamen sechs Schülerinnen auf uns zu und fragten, ob sie sich für uns engagieren könnten, ohne dass wir die Möglichkeit ausgesprochen haben. Diese Möglichkeit haben wir am Schopfe gepackt und mit ihnen begonnen Details zu besprechen. Den zweiten Workshop in Kuisebmund habe ich dann bereits mit einer der Schülerinnen gehalten. Als wir dann beschlossen ein erstes Treffen zu veröffentlichen, haben 13 Leute zugesagt, eine sehr gute Basis um eine Organisation zu gründen. In den folgenden Wochen haben wir viel an der Struktur von „Welwitschia – Education Initiative for Namibia“ gearbeitet und schließlich eine Satzung verfasst, unterschrieben und einen Vorstand gewählt. Inzwischen wurden einige Ideen gesammelt, was in den nächsten Wochen getan werden muss. Hohe Priorität ein eigenes Büro in Windhoek um den persönlichen Kontakt mit unseren Nutzern herstellen zu können, sie mit Informationsmaterial zu versorgen, ihnen die Möglichkeit zu geben ihre Lebensläufe und Anschreiben vorbeizubringen und um Rat zu fragen. Hierfür suchen wir noch nach Spenden, da es uns bisher nicht möglich war ein Office umsonst zu bekommen. Momentan haben wir ein Angebot über N$3500 (ca. 240€) pro Monat an wobei Wasser, Strom und Internet inbegriffen sind. Zudem benötigen wir noch Ausstattung wie einen Drucker, Telefon, Schreibtisch und Regal.

Inzwischen ist die Gruppe auf 17 junge Menschen angewachsen und wöchentlich kommen mehr hinzu. Viele SchülerInnen und StudentInnen suchen eine Beschäftigung neben der Schule bzw. Universität oder möchten sich sozial engagieren, haben jedoch keine Möglichkeit gefunden. Mit Welwitschia haben sie diese gefunden und gehen auch hoch motiviert an die Arbeit. Wir sehen sehr zuversichtlich in die Zukunft und sind uns sicher, dass Welwitschia Namibia unsere Organisation weiter voranbringen kann um unser Ziel zu erreichen die Bildungssituation in Namibia zu verbessern.

Weiterhin habe ich in den letzten beiden Monaten viele Kontakte geknüpft. Unter anderem werden wir mit CATS zusammenarbeiten, eine Organisation die duale Ausbildung nach deutschem Vorbild in Namibia etablieren möchte, wird die Welwitschia-Gruppe in Namibia Workshops anbieten. Sie setzen sich zudem dafür ein Welwitschia in Namibia bekannter zu machen.

Ich habe in acht Wochen viele Menschen getroffen, die sehr begeistert von unserer Organisation sind und davon überzeugt sind, dass wir den richtigen Ansatz gefunden haben: Nicht nur Geld in ein Land zu überweisen und hoffen, dass es richtig verwendet wird sondern direkt vor Ort eine Organisation zu etablieren, den persönlichen Kontakt herzustellen und auch Unterstützung anzubieten, die nicht unbedingt Geld benötigt. Wir haben in den letzten Monaten einen großen Schritt getan unsere gesetzten Ziele zu erreichen, ein gutes Zeichen sind hierfür die vielen NamibierInnen mit denen ich gesprochen habe, die allesamt unsere Vorhaben unterstützenswert finden und uns teilweise auch aktiv unterstützen.

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