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Medizinstudium in Namibia

Praxiseindrücke von Welwitschia-Vorstandsmitglied Maria Seewald

 

Die medizinische Fakultät der University of Namibia (UNAM) steckt noch in denUNAMWappen Kinderschuhen. Im Jahr 2010 begann für 55 Studierende im ersten Jahrgang die medizinische Ausbildung auf dem neu errichteten Medizinercampus, der sich direkt zwischen den beiden staatlichen Lehrkrankenhäusern, dem Katutura State Hospital und dem Windhoek Central Hospital, befindet.
Das Curriculum setzt sich wie folgt zusammen: Das Hauptstudium beträgt 6 Jahre und beinhaltet Blockpraktika und Praxiseinsätze in den Lehrkrankenhäusern. Im Anschluss daran folgt eine zweijährige klinische Internship-Zeit, in welcher die jungen Mediziner die verschiedenen Fachbereiche in der Klinik durchlaufen, und auch Praktika im Norden in den ländlichen Regionen Namibias ableisten. Im Anschluss daran ist man als Medical Officer/Stationsarzt unter der Supervision von Fachärzten tätig, und spezialisiert sich im besten Fall in einer Fachrichtung. Dies ist derzeitig aber nur im Ausland möglich. Wenn keine weitere Spezialisierung erfolgt, ist man später automatisch als Allgemeinmediziner in den Krankenhäusern oder auch in der Niederlassung beschäftigt. Nur kurz im Vergleich, in Deutschland ist das Medizinstudium recht ähnlich organisiert. Das Hauptstudium umfasst fünf Jahre universitär und klinisch, gefolgt vom Praktischen Jahr und erst danach legen die Studierenden den dritten Teil der ärztlichen Prüfung ab. Im Anschluss daran beginnen sie als Assistenzärzte und -ärztinnen, allerdings bereits die Weiterbildung zu einem Facharzt. Die Weiterbildung zum Facharzt der Allgemeinmedizin ist in Deutschland eine mindestens fünfjährige Ausbildung.

Ich studiere derzeit im 8. Fachsemester Medizin an der Universität Magdeburg, und imMaria_Ärztin Rahmen dessen habe ich mich entschieden, in den Semesterferien eine einmonatige Famulatur bei einem Kinderarzt in Windhoek zu absolvieren. Die Famulatur ist ein studienintegriertes Praktikum, welches im klinischen Studienabschnitt in Blöcken (120 Tage insgesamt, 30 Tage fortlaufend) während der vorlesungsfreien Zeit abzuleisten ist. Ein Praktikum in einem Krankenhaus in Namibia zu machen habe ich persönlich als eine Herausforderung angesehen, da in Namibia ganz andere Krankheitsbilder und Infektionskrankheiten den Alltag prägen. Aus diesem Grund habe ich mir diesen Praxiseinsatz an das Ende meiner medizinischen Grundausbildung angesetzt, um bestmöglich darauf vorbereitet zu sein, möglichst hohe Lernerfolge erzielen zu können und gleichzeitig nützlich sein zu können vor Ort. Im Rahmen meines „weltwärts-Jahres“ 2010/2011 mit dem Deutschen Entwicklungsdienst habe ich in Windhoek als Freiwillige gearbeitet und das Land seitdem nicht mehr bereist. Ähnlich wie damals wollte ich meine Namibia-Reise diesmal wieder mit einer Aufgabe und freiwilligen Arbeit verbinden.

Mein betreuender Arzt war Dr. Benjamin, ein namibischer Kinderarzt, der in Südafrika und in den USA studiert hat. Er hat eine Privatpraxis im Rhino Park Private Hospital und ist zudem in allen privaten sowie staatlichen Krankenhäusern in Windhoek tätig. Mein Tagesablauf war jeden Tag unterschiedlich, unberechenbar und immer voller Überraschungen. Das Grundgerüst sah allerdings wie folgt aus: Treffpunkt war meist um 7:00 Uhr in seiner Praxis. Dann folgten Visiten im stationären Bereich des Rhino Park RhinoParkKHPrivate Hospitals. Im Anschluss daran sahen wir Patienten in den anderen Krankenhäusern der Stadt, in den privaten sowie staatlichen Einrichtungen. Die Verteilung der Privatpatienten auf die verschiedenen Einrichtungen ist dem System geschuldet. Zum einen besteht freie Arztwahl und zum anderen ist die Patientenanzahl und -zuteilung der im privaten Sektor tätigen Ärzte von den abgeleisteten Diensten (Bereitschaft, Wochenende, Spezialisierung) abhängig. Somit hatten wir oftmals Patienten in 5 verschiedenen Häusern und zum Teil noch in unterschiedlichen Gebäuden (Neugeborene, Kreissaal bei den geplanten Kaiserschnitten, Neonatologie, IST, Infektionskrankheiten, Gastrologie, allgemeine Kinderstationen), was unsere Effizienz und Arbeitszeiteinteilung täglich aufs Neue herausforderte. An zwei festen Tagen in der Woche leitete Dr. Benjamin zudemKleinerJunge_KatuturaKH noch Lehrvisiten im Katutura State Hospital für die Stationsärzte und Medizinstudierenden der UNAM. Ab dem Nachmittag waren wir täglich bis ca. 18.00 Uhr in seiner privaten Ambulanzpraxis tätig. Das Spektrum dort erstreckte sich von Vorsorgeuntersuchungen bei Neugeborenen und Kleinkindern über verschiedenste akut aufgetretene Krankheitsbilder bis hin zur Behandlung chronischer Erkrankungen in der Kinderheilkunde.

Dr. Benjamin liegt die Lehre an der UNAM sehr am Herzen. Er bemängelte oft die derzeitige Arbeits- und Ausbildungssituation und versuchte, die Studierenden für viele Themen zu sensibilisieren. Dies bezog sich auf Handlungsschemata im klinischen Alltag und Patientenmanagement, aber auch auf den Aspekt der Finanzplanung. Er versuchte, praxisrelevante Einflussgrößen und Hintergrundwissen zum wirtschaftlichen Handeln von Krankenhäusern als Unternehmen, speziell in den staatlichen Einrichtungen, wo Mittel und Budget begrenzt sind, zu vermitteln. Allem voran ist er aber ein passionierter Arzt! Solch eine Hingabe und den absoluten Verzicht auf eine Work-Life-Balance habe ich in der Form noch nie erlebt. Natürlich herrscht eine ganz andere medizinische KrankenzimmerKatuturaKHVersorgungssituation in Namibia als in Deutschland, und er ist einer der wenigen Fachärzte für Pädiatrie im Land, der auch die staatlichen Krankenhäuser betreut. Er kämpft tagtäglich mit maximalem Einsatz für das Patientenwohl unter limitierenden, medizinischen Bedingungen. Ich habe sehr bewundert, wie hart Dr. Benjamin arbeitet und welch einen tollen Umgang er mit den kleinen Patienten, ihren Eltern und dem Personal in den Kliniken pflegt und wie er dabei mit außerordentlicher Fachkompetenz praktiziert. In diesem Sinne war die Zeit für mich als zukünftige Ärztin sehr inspirierend und ich werde diese Erfahrung in ehrenvoller Erinnerung für mein Berufsleben mitnehmen.
Es war weiterhin eine wichtige Erfahrung, so hautnah den Unterschied zwischen staatlichen und privaten Versorgungseinrichtungen zu erleben. Während im staatlichen Sektor oft Fachpersonal fehlt und es zusätzlich an Material und Ressourcen mangelt, so dass Patienten oft nicht sofort optimal versorgt werden können, sind die privaten Krankenhäuser meist sehr gut ausgestattet und die Patientenversorgung entspricht weitestgehend europäischen Standards. Die Krankheitsbilder, innerhalb beider Systeme und in der Gesamtheit natürlich, unterscheiden sich noch einmal grundsätzlich von denen in Deutschland. Infektionskrankheiten wie HIV und Tuberkulose sind in Namibia ein dauerhaftes Problem. Banal erscheinende Durchfallerkrankungen, mangelnde hygienische Standards, Mangelernӓhrung sowie oftmals fehlende Erstversorgung fordern aber vor allem Windhoeks Kinderärzte jeden Tag auf neue heraus.

Maria_UrlaubIch hatte eine arbeitsintensive und eindrucksvolle Zeit in meiner „alten“, doch noch immer gewohnten Umgebung in Windhoek. Für mein Studium konnte ich wertvolle Erfahrungen sammeln, und gleichzeitig die Semesterferien in einem so tollen Land verbringen, an den Wochenenden ein bisschen reisen und für kurze Zeit wieder im namibischen Alltag leben. Ich habe mich sofort wieder heimisch gefühlt, und konnte an viele soziale Kontakte und Freundschaften von früher anknüpfen.

Bericht zum 14. Heidelberger Namibiatag am 13. Mai 2017

In der wunderschönen Kulisse des Heidelberger Spiegelsaals fand am 13. Mai 2017 zum 14. Mal der Heidelberger Namibiatag statt.

Die jährlich stattfindende Konferenz bietet ein umfangreiches Programm zu unterschiedlichen Themen, die Namibia betreffen und behandeln.

Wer sich über Namibia und die Kolonialgeschichte informiert, wird wahrscheinlich früher oder später über den Film “Kaiser Wilhelms Wüstenkrieg” stolpern. Dr. Werner Andreas Wienecke, der lange als Missionar in Namibia tätig war und eine gute, offene Beziehung zu Hereros in Namibia hat, kommentierte diesen in Hinblick auf die aktuelle Diskussion um den Genozid und die Wiedergutmachung. Dabei ging es weniger um eine “richtig” und “falsch”, sondern vielmehr darum, ein breiteres Verständnis zu ermöglichen.

Prof. Dr. Henning Melber sprach über “Namibia nach 27 Jahren Unabhängigkeit – Rückblick und Vorschau” und präsentierte einen Überblick über positive Entwicklungen, aber auch Entwicklungspotenziale und Missstände.

Birgit Möhring setzt sich seit vielen Jahren für den Nashornschutz in Namibia ein. Die Vize-Präsidentin der DNG zeigte in einer anschaulichen und spannenden Präsentation, wie derzeit in Namibia versucht wird, die Wilderei einzudämmen und zu unterbinden. Dabei wird vorrangig mit GPS-Sendern gearbeitet, die ermöglichen, die Nashörner im Blick zu behalten.

Frank Gschwender ist seit vielen Jahren über die GIZ in Namibia tätig und gab Einblick in das derzeit laufende Entbuschungsprojekt. Als Folge von Überweidung auf den überwiegend ariden Böden Namibias hat die Verbuschung in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Die hohen Kosten der Vegetationsbeseitigung sollen etwa durch Inwertsetzungsmaßnahmen wie der Produktion von Holzhohle und thermischer Energie und der Beheizung von Kraftwerken aufgefangen werden.

Unser persönliches Highlight: Welwitschia war als Redner eingeladen. 5 Jahre Bildungsarbeit konnten wir nun schon präsentieren, einschließlich vieler Veränderungen und und vieler gelungenen Projekte: Der Nam Career Service, die Africa Career App sowie das ASA-Projekt.

Organisator Dr. Horst Eichler verabschiedete sich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Es war einmal mehr ein gelungener Tag mit vielen spannenden Vorträgen, die Einblick in die Arbeit in und rundum Namibia gaben. Nach 14 Jahren geht für ihn aber auch ein wichtiger Teil seiner Arbeit zu Ende, da er die Organisationsleitung abgeben wird.

Wir danken der Deutsch-Namibischen Gesellschaft und besonders Herrn Dr. Eichler für die Einladung und tolle Organisation des Namibiatages.

Welwitschia organisiert Diskussion zum Grundeinkommen

Der Traum vieler Menschen würde wahr werden – Geld verdienen ohne arbeiten und mit diesem Geld sogar über die Runden zu kommen. Das zumindest verspricht das Konzept „Bedingungsloses Grundeinkommen“ (BGE). In der Schweiz wird am 5. Juni darüber abgestimmt, ob es dort eingeführt werden soll, in Finnland diskutiert man darüber, ob Pilotprojekte gestartet werden sollen und auch in Deutschland wachsen die Initiativen, die das BGE befürworten. Einige der wenigen Orte auf der Welt wo das Konzept in der Praxis ausprobiert wurde, ist Otjivero in Namibia. 2008 haben dort für ein Jahr Menschen unterhalb des Rentenalters ein bedingungsloses Grundeinkommen bekommen.

Am Samstag hat Dr. Sabine Klocke-Daffa genau dieses Projekt am Weltethos-Institut in Tübingen in einem Vortrag vorgestellt. Als Wissenschaftlerin an der philosophischen Fakultät der Uni Tübingen hat sie untersucht, ob das BGE positive Effekte in dem namibischen Ort erzielen konnte und ist zu dem Schluss gekommen, dass es den Menschen ökonomisch im Anschluss nicht wesentlich besser ging, die sozialen Kontakte innerhalb des Ortes aber gestärkt wurden. In der anschließenden Podiumsdiskussion haben der grüne Landtagsabgeordnete Thomas Poreski, der Geschäftsführer des Weltethos-Instituts Dr. Bernd Villhauer und den Juniorprofessor Dr. Christian Manger vom Makroökonomie-Lehrstuhl der Uni Tübingen gemeinsam mit Klocke-Daffa über die verschiedenen Konzepte des BGE diskutiert. Während Villhauer Bedenken anmeldete, dass das BGE in Deutschland eher ein Luxusproblem ist welches den Unterschied zu ärmeren Ländern zementieren oder gar vergrößern könnte, ist Poreski sich sicher, dass dadurch in Deutschland Bürokratie abgebaut würde. Einen anderen Ansatz verfolgte Klocke-Daffa. Sie ist für das BGE, jedoch zweifelt sie die Herangehensweise vieler Konzepte an, da diese nur die ökonomischen Aspekte in Betracht ziehen. Manger brachte die wissenschaftliche Seite in die Diskussion ein, wobei er die Mehrheit repräsentierte, die sich nicht sicher ist, ob ein BGE wirklich sinnvoll ist oder nicht.

Insgesamt war es eine sehr lebendige und vor allem gut besuchte Veranstaltung mit der die Diskussion über das Bedingungslose Grundeinkommen auch nach Tübingen gekommen ist. Trotz der verschiedenen Meinungen auf dem Podium waren sich die DiskutantInnen schließlich einig, dass es die eine Lösung nicht gäbe und dass die Diskussion von der rein ideologischen Ebene weg kommen muss. Klocke-Daffa fasst es so zusammen: „Es bringt nichts ewig daran rum zu diskutieren, wir müssen es ausprobieren!“

Welwitschia Tübingen

Bedingungsloses Grundeinkommen Tübingen Bedingungsloses Grundeinkommen Tübingen

Vortrag und Podiumsdiskussion in Tübingen

Unsere Regionalgruppe Tübingen einen Vortrag zum Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) mit anschließender Diskussion. Dr. Sabine Klocke-Daffa ist Ethnologie-Forscherin an der Philosophischen Fakultät der Uni Tübingen und war an einem Pilotprojekt zum BGE in Otjivero selbst beteiligt und wird an diesem Abend in einem Vortrag das Projekt vorstellen. Im Anschluss wird im Rahmen einer Podiumsdiskussion allgemein über das BGE diskutiert. Hierfür konnte Welwitschia den grünen Landtagsabgeordneten Thomas Poreski, den Geschäftsführer des Weltethos-Instituts Dr. Bernd Villhauer und den Juniorprofessor Dr. Christian Manger vom Makroökonomie-Lehrstuhl der Uni Tübingen gewonnen werden. Auch Frau Klocke-Daffa wird hierbei ihre Meinung kundtun.

Vortrag und Podiumsdiskussion finden am Samstag, 28. Mai ab 16.30 Uhr im Weltethos-Institut in der Grabenstraße 26 in Tübingen statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Nach Ende der Veranstaltung wird es die Möglichkeit geben in gemütlichem Rahmen die Diskussion und den Austausch fortzusetzen.Bedingungsloses Grundeinkommen Tübingen

Neuer Vorstand 2016

Für das laufende Jahr wurde von unseren Mitgliedern wieder ein neuer Vorstand gewählt. Dabei gab es zwei Änderungen: Johannes Vogelsang, Schriftführer, und Philipp Walter, stellvertretender Vorsitzender, scheiden dieses Jahr aus dem Vorstand aus um Platz für neue Gesichter zu machen. Wir bedanken uns sehr für ihre tolle Arbeit und freuen uns darüber dass sie weiterhin als aktive Mitglieder Welwitschia treu bleiben! Lena Stöcker, von nun an neue Schriftführerin, und Moritz Wargalla, neuer stellvertretender Vorsitzender, sind von für 2016 die neu gewählten Vorstandsmitglieder. Die fünf Vorstandsmitglieder stellen sich hier nun vor.

Carsten Rietmann – Vorsitzender

CarstenIch bin 24 Jahre alt, habe meinen Freiwilligendienst in Windhoek absolviert und vor kurzem meine Promotion in Wirtschaftsgeographie in Los Angeles begonnen.

Sowohl die deutsche als auch die namibische Welwitschia-Organisation als auch die Kooperation durch den NamCareerService hat sich im vergangenen Jahr toll entwickelt. Auch wenn wir immer wieder auf Herausforderungen stoßen, zeigt sich gerade auch darin, wie sinnvoll das Konzept von Welwitschia ist. Als Vorsitzender konnte ich die Gründung miterleben, an der Entwicklung teilnehmen und gemeinsam mit den anderen deutschen und namibischen Mitgliedern als auch vielen Freiwilligen viele Projekte anstoßen. Da wir noch viele weitere Ideen sowohl in Namibia als auch in Deutschland haben und ich bei meinem Besuch im Sommer vor Ort die Notwendigkeit unser Initiative gesehen habe, freue ich mich auf ein weiteres Jahr als Vorsitzender.

Moritz Wargalla – Stellvertretender Vorsitzender

MoritzMein Name ist Moritz Wargalla und ich bin 25 Jahre alt. Derzeit befind ich mich in der Endphase meines Jurastudiums in Berlin, das ich im April abgeschlossen haben werde. 2010/2011 war ich als weltwärts-Freiwilliger in Windhoek, Namibia.

Schon zu meiner Zeit in Namibia war ich aktiv an den Planungen zur Gründung des Vereins beteiligt. Während der letzten Jahre habe ich mich bei der Stipendienauswahl und bei der Anerkennung des Vereins als gemeinnützig engagiert. Gerne möchte ich mich jetzt aktiver in die Vereinsarbeit einbringen und mich im Vorstand schwerpunktmäßig darum kümmern, dass unser Verein als gemeinnützig anerkannt wird.

Julia Legge – Zweite Stellvertretende Vorsitzende

JuliaIch bin 24 Jahre alt und arbeite als Referentin für Bildungs- und Inlandsarbeit bei Ingenieure ohne Grenzen in Berlin.

Ich konnte die Entwicklung von Welwitschia von Anfang an, seit meinem weltwärts-Jahr 2010/11 begleiten. Wir haben als Verein in den letzten Jahren viel erreicht. Als ehrenamtliche Organisation gibt es dennoch immer wieder Hürden, die wir aus dem Weg räumen müssen. Welwitschia als junger, idealistischer Verein hat großes Potential weiter zu wachsen und eine professionell arbeitende Organisation in der internationalen Zusammenarbeit zu werden. Hierzu möchte ich auch im kommenden Jahr meinen Beitrag als Teil des Vorstands leisten.

Kolja Lichtenthäler – Finanzvorstand

KoljaIch bin 24 Jahre alt und studiere in Aachen Maschinenbau im zweiten Mastersemester.

Im vergangenen Jahr habe ich mich als Finanzvorstand um die monetären Belange von Welwitschia gekümmert. Da mir diese Aufgabe gut gefällt und ein ich sehr spannendes Jahr im Welwitschia-Vorstand hinter mir habe, freue ich mich darauf 2016 ein weiteres Mal als Finanzvorstand zu fungieren.

Lena Stöcker – Schriftführerin

LenaIch bin 22 Jahre alt, studiere Soziologie und Politik an der Universität Tübingen und bin neue Schriftführerin im Vorstand.

Mit Welwitschia bin ich seit einem Seminar an der Uni Tübingen im Wintersemester 14/15 verbunden und konnte mich gleich mit der Idee von Welwitschia identifizieren. Seit April 2015 bin ich zudem in der Regionalgruppe aktiv und übernehme hierbei eine tragende Rolle. Ich habe für ein Vorstandsamt kandidiert, da ich noch neu im Team bin und dadurch neue Impulse einbringen kann. Zudem ist meine Mitarbeit im Vorstand eine gute Möglichkeit eine aktive Verbindung zwischen der Regionalgruppe Tübingen und Vorstand zu schaffen.

Gewinner unseres Essay-Wettbewerbs

Ende letzten Jahres fand wieder unser beliebter Essay-Wettbewerb statt. Wir haben NamibierInnen dazu aufgerufen in einer Erörterung ihre Gedanken zu kostenloser Bildung in Namibia aufzuschreiben. Als Thema wurde vorgegeben ob es sinnvoll ist, Bildung in Namibia kostenlos anzubieten und, falls ja, wie dies schließlich finanziert werden soll. Inzwischen hat die Regierung Namibias auch die Sekundarstufe (7.-12.Klasse) von den Schulgebühren befreit.

Eine Jury aus jeweils zwei Mitgliedern von Welwitschia Namibia und Welwitschia Deutschland haben dann schließlich den Gewinner unter den Einsendungen gekürt. Der Preis sind N$750 und ging an Sem Uutoni der zur Zeit in Ungarn studiert. Herzlichen Glückwunsch! Und hier könnt ihr das Essay nachlesen.

Access to education is credibly a prominent pillar of sustainable development and economic prosperity of any country. The introduction of free primary education in Namibia is a substantial step in improving access to education nationwide; however this could also result into a blockage if the citizens cannot access the other levels of education that is why it is essential to expand free education to secondary and tertiary level. The importance of education cannot be overemphasized, an educated nation forms basis for social and economic development. Without an education nation the human pursuits of economy, society and culture cannot be sustained. By placing a prerequisite importance and accessibility to all levels of education in Namibia, the country will create an enabling environment for its citizens to thrive and continue to make significant contributions to the development and advancement of the country.

Expansion of free education to secondary and tertiary levels is a good move in Namibia. Having one level of education free, and the other paid for will create a shortage of educated citizens and it will create blockage whereas a large number of pupils will drop out of school after primary school, this two issues are ultimately what free education wants to tackle. Namibia has attained great strides in achieving national and global education goals. With the establishment of free primary education, Namibia has just achieved the Millennium Development Goal 2, which aims to achieve universal primary education. Considering the recent adoption of the Sustainable Development Goals, this is the best time for Namibia to expand free education to secondary and tertiary levels as well.   The new goals embody quality education at all levels a priority and there is also access to different funding mechanisms available.

While free education is good initiative, it is essential that the quality of education is maintained. It is imperative that the government establishes and implements regulations and standards that will ensure the quality of the education system doesn’t deteriorate should free education be adopted. Furthermore, the establishment of free education at secondary and tertiary levels will not entail that every student will get admission, however it entails that all the students that meet the requirements of the specific course or institution will gain admission and access to free education. This highlights the fact that students still need to work hard to attain the best grades they can and to gain admission and benefit from free education.

Free education not only benefits the students however it can significantly impact the economy and economic development of the country in the long run. Education improves the skills, knowledge and the abilities of the citizens; this will lead these individuals into to being agents of positive change in their communities. Education further increases the productivity, improves efficiency and helps the citizens optimally use the available resources to increase and improve productivity. Education further fuels innovation and entrepreneurship and this has enormous benefits to a country’s development. All these factors help the country achieve social and economic development, and this helps the overall prosperity of and country, and it improves the wellbeing and standard of living of the inhabitants.

Funding free education at all levels in Namibia is attainable and will not big a major challenge. Namibia’s small population will make it easier for the government to plan and allocate resources to the education sector without many barriers. In the past years, much of the National Budget was allocated to education sector; doubling or tripling that amount would make it sufficient to cover for free education. Namibia as a country can set up a quota that every industry has to contribute towards the education fund per month. Industries like mining, fishing, agriculture and tourism contribute greatly to the GDP of the country, if a mechanisms can be establish that would allow this industries to pay a certain percentage to education fund per month this will provide money that can be used to fund free education at all levels. The country can further explore funding opportunities from organizations such as the United Nations and the Official Development Assistance through the Organization for Economic Co-operation and Development.

Finally, the author concludes that the role of state in a country in any country is to invest in the future and welfare of its citizens. Education is a great tool that can be used to lift people out of poverty in an irreversible manner. Quality education is a catalyst towards achieving and accessing factors that contribute to human wellbeing such as employment; health; access to housing and access to water and food ultimately this leads to social development and improvement in human wellbeing. The success of these free education aspirations lies not only in the hands of government but substantially in the hands of its citizens, it is therefore essential for the government to create platforms that empower citizens and gives them an opportunity to partake actively and contribute to this aspiration. The Namibian government has done a phenomenal job so far in availing student loans, bursaries, grants and scholarships, however there a huge potential that exists in improving and increases access to education in Namibia for all.

Sem Uutoni

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