Vorstandstreffen in Bonn

Am vergangenen Wochenende traf sich der Vorstand in Bornheim bei Bonn, um das Konzept von Welwitschia zu überarbeiten. Eineinhalb Tage wurde intensiv über die zukünftige Ausrichtung Welwitschias diskutiert. Aus unserem ursprünglichen Säulenmodell mit “Welwitschia in Deutschland”, “Welwitschia in Namibia”, “Basisbildung” und “NamCareerService” wurden nun zwei Ziele ausgegeben:

  1. Förderung der Aus- und Weiterbildung junger NamibierInnen.
  2. Diversifizierung des Bildes von Namibia in Deutschland

Mit einem neu organisierten Organigramm soll die Verfolgung der Ziele transparenter gemacht werden und die Aktivität der MitgliederInnen mehr in der Vordergrund gestellt werden. Aufgrund der rechtlichen Eigenständigkeit von Welwitschia in Namibia, wird die namibische Gruppe parallel zur deutschen Gruppen in das Organigramm eingebunden. Zur Zeit arbeiten wir noch an der Ausformulierung des Konzeptes und an einigen kleinen Details, freuen uns aber sehr darauf, es bald präsentieren zu können!

Das Wochenende war entsprechend ein sehr erfolgreiches, auch wenn mehr Zeit nicht geschadet hätte. Besonders bedanken möchten wir uns bei Johannes’ Vater und seiner Lebensgefährtin, die für uns am ersten Abend gekocht haben und bei Carstens Eltern, die uns ein Wochenende lang ihr Wohnzimmer zur Verfügung gestellt haben.

Das Jahr 2014 – Ein Rückblick

Im Jahr 2014 ist in Namibia viel passiert. Es wurden nicht nur ein neuer Präsident und ein neues Parlament gewählt, auch wurde das deutsch-namibische Unabhängigkeitsmuseum in Windhoek am 21. März offiziell eröffnet. Zur selben Zeit gingen Menschen auf die Straße, um gegen die Pläne zu protestieren, ein neues Parlament für N$700 Millionen zu errichten. In der Medienbranche hat die Gründung einer neuen Zeitung, des Windhoek Express, für Aufsehen gesorgt. Das unterstreicht die Spitzenposition, die Namibia bei Reporter ohne Grenzen in der Rangliste der Pressefreiheit inne hat. Mit Platz 22 (im Jahr 2013 Platz 19) ist Namibia führendes Land in Afrika.

Auch für Welwitschia war es ein sehr erfolgreiches Jahr. Insgesamt haben in diesem Jahr zwölf Vorstandssitzungen online stattgefunden. Zudem trafen wir uns im Juni persönlich in Bonn zu unserem Mitgliederwochenende. Hinzu kommen nicht gezählte Treffen und Skypekonferenzen der einzelnen Vorstandsmitglieder.

Begonnen hat das Jahr im Januar mit einer Premiere: Das Geld für unser erstes Stipendium an Johanna wurde überwiesen. Mit diesem Betrag konnte sie ihre Studiengebühren für ihr Studium der Geologie teilweise finanzieren. Über das ganze Jahr hinweg schrieb sie Berichte über ihre Aktivitäten an der Universität und schloss ihr Studium in diesem Jahr erfolgreich ab. Wir waren sehr zufrieden über die Zusammenarbeit mit ihr und freuen uns, sie bei ihrem Studium unterstützen zu können.

Im Februar konnten wir ebenfalls eine Premiere feiern: Unser Vorstandsmitglied Philipp hat das erste Bewerbungstraining vor Ort in Windhoek durchgeführt. Dabei wurde den TeilnehmerInnen gezeigt, wie ein guter Lebenslauf gegliedert ist, wie ein überzeugendes Anschreiben verfasst wird und wie die Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch aussieht. Im Anschluss des Workshops haben fünf Teilnehmerinnen signalisiert, dass sie sich gerne für Welwitschia engagieren möchten, was schließlich in der Gründung und Etablierung von Welwitschia in Namibia im März mündete. Es wurde eine Satzung verfasst und ein eigener Vorstand gewählt. Zudem wurden weitere Bewerbungstrainings in Okakarara und Kuisebmund gehalten.

Im April war dann schließlich die Gründung von Welwitschia Namibia auch rechtlich abgeschlossen und erste eigene Aktivitäten konnten durchgeführt werden, wozu ein weiteres Bewerbungstraining in Windhoek gehörte. Des Weiteren wurde ein Essay-Wettbewerb in Namibia organisiert. Die TeilnehmerInnen sollten eine Erörterung darüber schreiben, ob und wie sie das namibische Bildungssystem verändern würden.

Um die Aktivitäten in Namibia auch finanzieren zu können, wurde im Mai in Namibia ein Bankkonto eröffnet, auf das in Deutschland gesammelte Spenden und Mitgliedsbeträge überwiesen werden können. In Deutschland ging zudem die Vorbereitung unseres jährlichen Mitgliedertreffens in die heiße Phase.

Die Mitglieder unserer Organisation sind über ganz Deutschland verteilt, umso mehr freut es uns, dass wir es einmal im Jahr schaffen unsere Mitglieder für ein Treffen zu mobilisieren. Im Juni trafen sich mehrere Mitglieder in Bonn, um über die Zukunft Welwitschias zu sprechen. Neben den deutschen Mitgliedern konnten wir auch vier in Deutschland lebende NamibierInnen für unser Treffen gewinnen. Sie brachten hierbei ihre persönlichen Erfahrungen ein und halfen uns sehr unsere Aktivitäten effektiv zu gestalten. Abgerundet wurde das Treffen mit einem Abend an dem die NamibierInnen Vorträge über Bildung in Namibia hielten. Im selben Monat ist Welwitschia auch auf Twitter online gegangen. Der online-Nachrichtendienst wächst in Namibia rasant. Dieses Potential möchten wir nutzen, um noch mehr Menschen zu erreichen.

Im Juli bereiteten sich die Vorstandsmitglieder auf die Uniprüfungen vor. Nichtsdestotrotz gingen die Welwitschia-Aktivitäten voran. Der NamCareerService entwickelt sich prächtig und es kommen jeden Tag neue Nutzer hinzu, die von diesem Angebot profitieren möchten. Hierfür sind alle aktiven Mitglieder  stets auf der Suche nach neuen Angeboten und Möglichkeiten für namibische Schüler und Studenten. Außerdem war Welwitschia auf dem Afrika-Festival in Stuttgart mit einem Stand vertreten.

Im August waren viele im Urlaub; Philipp nutzte seine Radtour über die Alpen für eine Fundraising-Kampagne und sammelte hierbei immerhin über 200€, um unser Büro in Windhoek zu finanzieren, dass im September eröffnet wurde. Nach langer Suche nach einem Spender erklärte sich eine Dame aus Hamburg dazu bereit, die Kosten von etwa 240€ pro Monat zu tragen. Hiermit konnten wir ein Büro im Stadtzentrum eröffnen, in dem unsere NutzerInnen auch offline Beratung über Stipendien oder Rat für ihre Bewerbungsunterlagen bekommen. Hierfür stellte Welwitschia zudem einen Bildungsberater ein, der das Büro während der Öffnungszeiten besetzt und Anfragen betreut.

Der Oktober war der Monat zweier weiterer Meilensteine. Mit der Deutsch-Namibischen Gesellschaft (DNG) und TUCSIN konnten wir Kooperationsvereinbarungen abschließen. Julia und Philipp nahmen an der Mitgliederversammlung der DNG teil, an der der Kooperation einstimmig zugestimmt wurde. Von nun hat Welwitschia ein Unterkonto bei der DNG, was die Überweisungen nach Namibia günstiger macht sowie uns die Möglichkeit gibt, Spendenbescheinigungen auszustellen. Zudem profitieren wir von ihren bisherigen Erfahrungen und Kontakten nach Namibia.Mit TUCSIN wurde die Vereinbarung geschlossen, gegenseitig Informationen auszutauschen. Außerdem wird Welwitschia Namibia Bewerbungstrainings in den TUCSIN-Zentren halten. Eine weitere Aktivität im Oktober war die Ausschreibung unseres zweiten Stipendiums. Während der Bewerbungsphase erreichten uns insgesamt 18 sehr gute und interessante Bewerbungen, von denen eine deutsch-namibische Jury einen Stipendiaten auswählte: Tikila Cameron Munashimwe. Er ist 23 Jahre alt und möchte am Institute of Banking ein Diplom in “Banking Finance and Credit” machen. Nach seinem Schulabschluss war es im nicht möglich direkt mit dem Studium zu beginnen, da seine Familie ein weiteres Einkommen benötigte. Aus diesem Grund arbeitete er zunächst bei verschiedenen Firmen. Da er selbst jedoch davon überzeugt ist mehr aus sich machen zu können, entschloss er sich doch ein Studium zu beginnen.

Inzwischen ist Welwitschia auch an Universitäten aktiv. Seit Anfang November findet an der Universität Tübingen das Seminar “Alternative Wege zu Bildungs- und Berufschancen” statt, in dem ein Projekt ausgearbeitet wird, das Chancen für junge NamibierInnen erhöhten soll, eine bessere Bildung zu genießen. Im selben Monat begann zudem die Bewerbungsphase des ASA SüdNord-Austauschs, an dem Welwitschia teilnimmt. Hier wird im nächsten Jahr über das ASA-Programm ein gleichberechtigter Austausch von eine(m/r) Namibier/in und eine(m/r) Deutschen organisiert.

Die jährliche Mitgliederversammlung fand dieses Jahr wieder im Dezember statt. In der Woche zuvor wurde bereits der neue Vorstand gewählt. Neben den Formalien wie der Entlastung des Vorstandes, wurde dann viel Zeit eingeräumt, um über die zukünftige Ausrichtung von Welwitschia zu diskutieren. Außerdem hatte Welwitschia das erste Mal einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Breitenstein bei Stuttgart. Im Dezember ging zudem unsere namibische Webseite online.

Zum Abschluss haben wir hier noch einige Zahlen aufbereitet:

http://www.welwitschia.org (Stand 28.12.2014)

Veröffentlichte Artikel: 74
Besucher: 8.873 (2013: 4,431)
Anzahl der Länder aus denen die Besucher kommen: 89

NamCareerService by welwitschia.org (Stand 28.12.2014)

Likes 1.1.2014: 1,167
Likes 28.12.2014: 7,104
Posts: Nicht zählbar, >1000

Das Jahr 2014 war ein sehr erfolgreiches für Welwitschia. Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen die uns aktiv und passiv unterstützt haben. Wir können sehen, dass unsere Arbeit langsam Früchte trägt und freuen uns sehr auf das kommende Jahr und all seine Herausforderungen.

Mitgliederversammlung 2014

Unsere alljährliche Mitgliederversammlung fand dieses Jahr am 14.12.2014 statt. Aufgrund der räumlichen Distanz unserer Mitglieder haben wir in der Satzung unserer Initiative die Möglichkeit eingeräumt, die Versammlung online über Skype abhalten zu können.

Neben den Formalien, wie die Entlastung des Vorstandes, wurde auch der Vorstand neu gewählt. Um allen Mitgliedern die Abstimmung zu ermöglichen, fand auch diese in der Woche zuvor online statt, wobei 20 unserer 51 Mitglieder teilnahmen.

Der neue Vorstand konstituiert sich wie folgt:

Vorsitzender: Carsten Rietmann
Stv. Vorsitzender: Philipp Walter
2. stv. Vorsitzende: Julia Legge
Finanzvorstand: Kolja Lichtenthäler
Schriftführer: Johannes Vogelsang

Im Vergleich zur vorherigen Legislaturperiode ist Theresa Altmann freiwillig aus ihrem Amt der Schriftführerin ausgeschieden. Wir bedanken uns vielmals für ihr Engagement!

Neu im Vorstand begrüßen wir Kolja Lichtenthäler. Kolja war 2010/2011 Freiwilliger in Namibia und wird sich von nun um die Finanzen von Welwitschia kümmern.

Nach der Erledigung der Formalien wurden schließlich die Ergebnisse der letzten zwölf Monate von den alten Vorstandsmitgliedern präsentiert. Das letzte Jahr war ein sehr erfolgreiches. Wir konnten nicht nur die Anzahl unserer Spenden verdreifachen sondern auch unsere Initiative in Namibia gründen, mit einem eigenen Vorstand vor Ort. Aktuell ist die Teilnahme am ASA SüdNord-Programm ein großer Erfolg. Drei Monate lang werden ein Namibier und ein Deutscher zuerst gemeinsam im Raum Bielefeld und anschließend in Windhoek an Welwitschia arbeiten. Mehr Informationen zum Programm gibt es hier. Die Bewerbungsphase ist noch geöffnet.

Zu guter Letzt hatten die Anwesenden Mitglieder die Möglichkeit über die Zukunft von Welwitschia zu diskutieren, was ausgiebig genutzt wurde. Wir freuen uns sehr auf das kommende Jahr und was es mit sich bringen wird.

Wir freuen uns jederzeit über neue Mitglieder!

Weihnachtsmarkt in Breitenstein

Am Sonntag, 14.12.2014, war Welwitschia auf dem Weihnachtsmarkt in Breitenstein, in der Nähe von Stuttgart, vertreten. Ineke, eine ehemalige Freiwillige aus dem Jahrgang 2012/2013, organisierte den Stand in ihrem Heimatort. Das “Weihnachtsmärktle”, wie er offiziell heißt, findet auf dem örtlichen Rathausplatz statt. Für Welwitschia war es der erste Stand auf einem Weihnachtsmarkt, weshalb es uns primär darum ging Erfahrungen zu sammeln.

Gemeinsam trafen sich Ineke und unser Vorstandsmitglied Philipp am Abend zuvor, um den Stand vorzubereiten. Da wir nicht nur unsere Faltblätter und Bilder ausstellen wollten, entschieden wir uns dafür Keksmischungen anzubieten. In kleine Gläser wurden die Zutaten so abgefüllt damit nur noch ein Ei und 100g Butter hinzugefügt mussten. Nach 10 Minuten im Ofen sind die Kekse dann fertig. Diese originelle Idee kam auf dem Weihnachtsmarkt sehr gut an; Die Besucher waren froh, etwas anderes neben Plätzchen und Marmelade angeboten zu bekommen.

Obwohl das Wetter regnerisch war, konnten wir alle Gläser an den Mann/die Frau bringen und so einen schönen Gewinn für Welwitschia erwirtschaften. Für das nächste Jahr wurden wir bereits von den Organisatoren wieder nach Breitenstein eingeladen.

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Welwitschia organisiert gleichberechtigten Austausch

Die Schwesterorganisationen Welwitschia Deutschland und  Welwitschia Namibia organisieren nächstes Jahr über das ASA-Programm einen gleichberechtigten Austausch von eine(m/r) Namibier/in und eine(m/r) Deutschen.

Dieses internationale Team wird gemeinsam drei Monate in Bielefeld und drei Monate in Windhoek arbeiten. Im Mittelpunkt des ASA-SüdNord Programmes stehen der gemeinsame Lernprozess und die Teamarbeit der Teilnehmenden sowie Partnerorganisationen aus dem Globalen Norden und dem Globalen Süden.

Die TeilnehmerInnen sollen gemeinsam zur Vernetzung der Vereine in Deutschland und Namibia beitragen und die Vereine in ihren jeweiligen Tätigkeiten unterstützen. In Bielefeld und Umgebung wird das Projektteam interaktive Workshops an Schulen und Universitäten durchführen, um ein realitätsnahes Bild von Namibia zu fördern. Außerdem sollen Kenntnisse zu unterschiedlichen Beratungsangeboten für Jugendliche und junge Erwachsene erworben werden. Gemeinsam erworbene Kenntnisse sollen später zum Austausch in Namibia dienen.

In der Südphase wird das Team in die tägliche Arbeit von Welwitschia eingebunden und soll Studierenden Rat zu Stipendien- und Praktikumsmöglichkeiten geben. In Windhoek unterstützen sie die Organisation in der Weiterentwicklung eines Informationssystems zu Bildung und Beruf. Weiterhin wird das Projektteams Bewerbungstrainings in verschiedenen Städten des Landes anbieten, in die die Erfahrungen aus Deutschland eingebracht werden sollen.

Wir freuen uns auf interessante Bewerbungen.
Weitere Informationen zum Projekt findet ihr hier.

Neue Webseite für Welwitschia Namibia

Seit der Gründung von Welwitschia — Bildungsinitiative für Namibia eV wurde unsere Webseite bilingual gehalten; Einem deutschen Text folgte darunter die englische Version. Inzwischen gibt es unsere Organisation seit über zweieinhalb Jahren und wir sind in Namibia ebenfalls seit einem halben Jahr registriert. Aufgrund der erreichten Größe von Welwitschia steigen auch die Nutzerzahlen sowohl auf deutscher als auch auf namibischer Seite. Aus diesem Grund entsprach es nicht mehr den Anforderungen zwei Sprachen auf einer Webseite zu integrieren weshalb wir uns dafür entschieden eine zweite, englische, Webseite zu gestalten. Das Layout der beiden Seite ist bewusst dasselbe, wenn es auch einige kleine Unterschiede gibt. So beschreiben wir bewusst unsere beiden Organisationen im Menüpunkt “Die Initiative” unterschiedlich, da Welwitschia Deutschland und Welwitschia Namibia ähnliche aber doch nicht dieselben Ziele und Herangehensweisen haben. Hiermit betonen wir auch die jeweilige Unabhängigkeit.

Auf die namibische Seite kommt man ganz einfach mit einem Klick auf die Flagge am rechten Rand oder über den Link www.na.welwitschia.org

Viel Spaß beim Stöbern! Wie immer freuen wir uns natürlich über jedes Feedback.

Seminar “Alternative Wege zu Bildungs- und Berufschancen

Ein Beitrag einer Teilnehmerin:

Ein Projekt zu entwickeln, welches Menschen in Namibia helfen soll? – Das ist unser Ziel. Am Wochenende vom 31. Oktober bis zum 2. November startete an der Universität Tübingen das Seminar „Alternative Wege zu Bildungs- und Berufschancen in Namibia“. Dieses Seminar kooperiert mit Welwitschia  — Bildungsinitiative für Namibia und wird ein Projekt entwickeln mit dem Ziel, Berufs- um Bildungschancen junger NamibierInnen zu verbessern.

Am Freitag lernten sich die Teilnehmer des Seminars kennen und Welwitschia wurde uns von Philipp, Julia und Katharina als Organisation vorgestellt. Es stellte sich heraus, dass wir alle noch nicht sehr viel von Namibia wissen, uns aber das Land, die Kultur und die Menschen sehr interessieren. Am Samstag lernten wir daher erst einmal allgemeine Dinge über Namibia, über die Landschaft, die Unterschiede zwischen Stadt- und Landleben und über das politische System. Abschließend hörten wir einen besonders spannenden Vortrag über das Bildungssystem in Namibia von Esther Shatipamba. Esther ist eine Namibierin, die gerade in Deutschland lebt und konnte uns dieses daher aus eigener Erfahrung beschreiben. Des Weiteren konnte sie uns genau erklären, welche Probleme und hindernden Faktoren in diesem Bildungssystem noch bestehen. Am Sonntag beschäftigten wir uns mit Rassismustheorien und Rassismus im Alltag. Johanna Roering stellte uns außerdem den Ansatz der „Critical Whiteness“ vor, welcher mit neuen Denkansätzen versucht das „Weißsein“ zu erforschen. Am Nachmittag drehte sich alles um das Thema Entwicklungspolitik. Viele Entwicklungstheorien können heute auch kritisch betrachtet werden, daher diskutierten wir viel den Ansatz „Hilfe zur Selbsthilfe“. Außerdem stellte uns Johannes Lauterbach die Deutsche und Baden-Württembergische Entwicklungspolitik vor. Nach diesem Wochenende war unser Kopf voll von neuem Wissen und nun können wir endlich hochmotiviert mit der Projektplanung beginnen.

In den nächsten Wochen und Monaten werden wir eine Idee für ein Projekt ausarbeiten, mit dem wir, in Kooperation mit Welwitschia Namibia, die Bildungs- und Berufschancen junger NamibierInnen weiter verbessern möchten.

Selina Eckstein