Mitgliederversammlung 2014

Unsere alljährliche Mitgliederversammlung fand dieses Jahr am 14.12.2014 statt. Aufgrund der räumlichen Distanz unserer Mitglieder haben wir in der Satzung unserer Initiative die Möglichkeit eingeräumt, die Versammlung online über Skype abhalten zu können.

Neben den Formalien, wie die Entlastung des Vorstandes, wurde auch der Vorstand neu gewählt. Um allen Mitgliedern die Abstimmung zu ermöglichen, fand auch diese in der Woche zuvor online statt, wobei 20 unserer 51 Mitglieder teilnahmen.

Der neue Vorstand konstituiert sich wie folgt:

Vorsitzender: Carsten Rietmann
Stv. Vorsitzender: Philipp Walter
2. stv. Vorsitzende: Julia Legge
Finanzvorstand: Kolja Lichtenthäler
Schriftführer: Johannes Vogelsang

Im Vergleich zur vorherigen Legislaturperiode ist Theresa Altmann freiwillig aus ihrem Amt der Schriftführerin ausgeschieden. Wir bedanken uns vielmals für ihr Engagement!

Neu im Vorstand begrüßen wir Kolja Lichtenthäler. Kolja war 2010/2011 Freiwilliger in Namibia und wird sich von nun um die Finanzen von Welwitschia kümmern.

Nach der Erledigung der Formalien wurden schließlich die Ergebnisse der letzten zwölf Monate von den alten Vorstandsmitgliedern präsentiert. Das letzte Jahr war ein sehr erfolgreiches. Wir konnten nicht nur die Anzahl unserer Spenden verdreifachen sondern auch unsere Initiative in Namibia gründen, mit einem eigenen Vorstand vor Ort. Aktuell ist die Teilnahme am ASA SüdNord-Programm ein großer Erfolg. Drei Monate lang werden ein Namibier und ein Deutscher zuerst gemeinsam im Raum Bielefeld und anschließend in Windhoek an Welwitschia arbeiten. Mehr Informationen zum Programm gibt es hier. Die Bewerbungsphase ist noch geöffnet.

Zu guter Letzt hatten die Anwesenden Mitglieder die Möglichkeit über die Zukunft von Welwitschia zu diskutieren, was ausgiebig genutzt wurde. Wir freuen uns sehr auf das kommende Jahr und was es mit sich bringen wird.

Wir freuen uns jederzeit über neue Mitglieder!

Weihnachtsmarkt in Breitenstein

Am Sonntag, 14.12.2014, war Welwitschia auf dem Weihnachtsmarkt in Breitenstein, in der Nähe von Stuttgart, vertreten. Ineke, eine ehemalige Freiwillige aus dem Jahrgang 2012/2013, organisierte den Stand in ihrem Heimatort. Das “Weihnachtsmärktle”, wie er offiziell heißt, findet auf dem örtlichen Rathausplatz statt. Für Welwitschia war es der erste Stand auf einem Weihnachtsmarkt, weshalb es uns primär darum ging Erfahrungen zu sammeln.

Gemeinsam trafen sich Ineke und unser Vorstandsmitglied Philipp am Abend zuvor, um den Stand vorzubereiten. Da wir nicht nur unsere Faltblätter und Bilder ausstellen wollten, entschieden wir uns dafür Keksmischungen anzubieten. In kleine Gläser wurden die Zutaten so abgefüllt damit nur noch ein Ei und 100g Butter hinzugefügt mussten. Nach 10 Minuten im Ofen sind die Kekse dann fertig. Diese originelle Idee kam auf dem Weihnachtsmarkt sehr gut an; Die Besucher waren froh, etwas anderes neben Plätzchen und Marmelade angeboten zu bekommen.

Obwohl das Wetter regnerisch war, konnten wir alle Gläser an den Mann/die Frau bringen und so einen schönen Gewinn für Welwitschia erwirtschaften. Für das nächste Jahr wurden wir bereits von den Organisatoren wieder nach Breitenstein eingeladen.

10850737_10205343071517127_1609323970_n 10846831_10205343070357098_2001019524_n

Welwitschia organisiert gleichberechtigten Austausch

Die Schwesterorganisationen Welwitschia Deutschland und  Welwitschia Namibia organisieren nächstes Jahr über das ASA-Programm einen gleichberechtigten Austausch von eine(m/r) Namibier/in und eine(m/r) Deutschen.

Dieses internationale Team wird gemeinsam drei Monate in Bielefeld und drei Monate in Windhoek arbeiten. Im Mittelpunkt des ASA-SüdNord Programmes stehen der gemeinsame Lernprozess und die Teamarbeit der Teilnehmenden sowie Partnerorganisationen aus dem Globalen Norden und dem Globalen Süden.

Die TeilnehmerInnen sollen gemeinsam zur Vernetzung der Vereine in Deutschland und Namibia beitragen und die Vereine in ihren jeweiligen Tätigkeiten unterstützen. In Bielefeld und Umgebung wird das Projektteam interaktive Workshops an Schulen und Universitäten durchführen, um ein realitätsnahes Bild von Namibia zu fördern. Außerdem sollen Kenntnisse zu unterschiedlichen Beratungsangeboten für Jugendliche und junge Erwachsene erworben werden. Gemeinsam erworbene Kenntnisse sollen später zum Austausch in Namibia dienen.

In der Südphase wird das Team in die tägliche Arbeit von Welwitschia eingebunden und soll Studierenden Rat zu Stipendien- und Praktikumsmöglichkeiten geben. In Windhoek unterstützen sie die Organisation in der Weiterentwicklung eines Informationssystems zu Bildung und Beruf. Weiterhin wird das Projektteams Bewerbungstrainings in verschiedenen Städten des Landes anbieten, in die die Erfahrungen aus Deutschland eingebracht werden sollen.

Wir freuen uns auf interessante Bewerbungen.
Weitere Informationen zum Projekt findet ihr hier.

Neue Webseite für Welwitschia Namibia

Seit der Gründung von Welwitschia — Bildungsinitiative für Namibia eV wurde unsere Webseite bilingual gehalten; Einem deutschen Text folgte darunter die englische Version. Inzwischen gibt es unsere Organisation seit über zweieinhalb Jahren und wir sind in Namibia ebenfalls seit einem halben Jahr registriert. Aufgrund der erreichten Größe von Welwitschia steigen auch die Nutzerzahlen sowohl auf deutscher als auch auf namibischer Seite. Aus diesem Grund entsprach es nicht mehr den Anforderungen zwei Sprachen auf einer Webseite zu integrieren weshalb wir uns dafür entschieden eine zweite, englische, Webseite zu gestalten. Das Layout der beiden Seite ist bewusst dasselbe, wenn es auch einige kleine Unterschiede gibt. So beschreiben wir bewusst unsere beiden Organisationen im Menüpunkt “Die Initiative” unterschiedlich, da Welwitschia Deutschland und Welwitschia Namibia ähnliche aber doch nicht dieselben Ziele und Herangehensweisen haben. Hiermit betonen wir auch die jeweilige Unabhängigkeit.

Auf die namibische Seite kommt man ganz einfach mit einem Klick auf die Flagge am rechten Rand oder über den Link www.na.welwitschia.org

Viel Spaß beim Stöbern! Wie immer freuen wir uns natürlich über jedes Feedback.

Seminar “Alternative Wege zu Bildungs- und Berufschancen

Ein Beitrag einer Teilnehmerin:

Ein Projekt zu entwickeln, welches Menschen in Namibia helfen soll? – Das ist unser Ziel. Am Wochenende vom 31. Oktober bis zum 2. November startete an der Universität Tübingen das Seminar „Alternative Wege zu Bildungs- und Berufschancen in Namibia“. Dieses Seminar kooperiert mit Welwitschia  — Bildungsinitiative für Namibia und wird ein Projekt entwickeln mit dem Ziel, Berufs- um Bildungschancen junger NamibierInnen zu verbessern.

Am Freitag lernten sich die Teilnehmer des Seminars kennen und Welwitschia wurde uns von Philipp, Julia und Katharina als Organisation vorgestellt. Es stellte sich heraus, dass wir alle noch nicht sehr viel von Namibia wissen, uns aber das Land, die Kultur und die Menschen sehr interessieren. Am Samstag lernten wir daher erst einmal allgemeine Dinge über Namibia, über die Landschaft, die Unterschiede zwischen Stadt- und Landleben und über das politische System. Abschließend hörten wir einen besonders spannenden Vortrag über das Bildungssystem in Namibia von Esther Shatipamba. Esther ist eine Namibierin, die gerade in Deutschland lebt und konnte uns dieses daher aus eigener Erfahrung beschreiben. Des Weiteren konnte sie uns genau erklären, welche Probleme und hindernden Faktoren in diesem Bildungssystem noch bestehen. Am Sonntag beschäftigten wir uns mit Rassismustheorien und Rassismus im Alltag. Johanna Roering stellte uns außerdem den Ansatz der „Critical Whiteness“ vor, welcher mit neuen Denkansätzen versucht das „Weißsein“ zu erforschen. Am Nachmittag drehte sich alles um das Thema Entwicklungspolitik. Viele Entwicklungstheorien können heute auch kritisch betrachtet werden, daher diskutierten wir viel den Ansatz „Hilfe zur Selbsthilfe“. Außerdem stellte uns Johannes Lauterbach die Deutsche und Baden-Württembergische Entwicklungspolitik vor. Nach diesem Wochenende war unser Kopf voll von neuem Wissen und nun können wir endlich hochmotiviert mit der Projektplanung beginnen.

In den nächsten Wochen und Monaten werden wir eine Idee für ein Projekt ausarbeiten, mit dem wir, in Kooperation mit Welwitschia Namibia, die Bildungs- und Berufschancen junger NamibierInnen weiter verbessern möchten.

Selina Eckstein

Die 5. Jahreszeit in Deutschland und Namibia

Immer noch gibt es viele verschiedene Theorien, die das Datum des 11. Novembers als Start der Karnevalszeit zu erklären versuchen, aber zur Vereinfachung werden wir uns ins diesem Artikel mit der Theorie Horst Bachmanns begnügen. Diese besagt, dass die preußischen Herrscher 1823 verlangten, der rheinische Karneval, der bis dahin eher ein chaotisches Straßenfest des Bürgertums gewesen war, solle angemessen organisiert werden. Um für alle Vorbereitungen ausreichend Zeit zu haben, wurde ursprünglich der 6. Januar als Anfangsdatum ausgewählt, was zudem mit dem christlichen Feiertag ‘Dreikönigstag’ zusammenfällt. Diesem Feiertag ging allerdings traditionell eine Fastenzeit von 40 Tagen voraus, die dann um die Anzahl der Samstage und Sonntage auf 56 Tage verlängert wurde. Und 6. Januar minus 56 Tage ergibt den

11. November.

Da die Zahl 11 im allgemeinen als närrische Zahl gilt (worauf ich jetzt nicht weiter eingehe, weil dies eindeutig die Grenzen dieses Artikels überschreiten würde), beginnt die deutsche Karnevalssaison jährlich am 11.11. um 11.11 Uhr, zu welchem Anlass vorwiegend im Rheinland eine öffentliche Proklamation stattfindet.

Heute gibt es deutschlandweit etwa 35 Karnevalsverbände, die immer noch (wenn auch in abgewandelter Form) die Traditionen aus dem 13. Jahrhundert aufrechterhalten. Dazu zählen vor allem die riesigen Umzüge mit den bunt geschmückten Planwagen, die normalerweise eine eher regierungskritische Aussage verfolgen, die Ernennung des Prinzenpaares und das Abhalten von Sitzungen sowie das Verkleiden und das Singen traditioneller Karnevalslieder.

Auch in Namibia hat sich diese Tradition in Form von sieben größeren landesweiten Karnevalsveranstaltungen gehalten, die über das Jahr verteilt stattfinden. Die größten finden dabei in Windhoek und in Swakopmund statt. Aber obwohl viele der oben genannten Traditionen aufrechterhalten werden, gibt es hier statt Komittee einen Elferrat, Seerauschen statt Marschmusik und es heißt “Küska” statt “Helau” oder “Alaaf”.

Auch Karneval zeitgleich mit dem deutschen Termin zu beginnen, würde bedeuten die 5. Jahreszeit mitten im namibischen Hochsommer auszurufen. Hier feiert man daher über das Jahr verteilt, von März bis September.

Im Vergleich zu seinen rheinischen Vorbildern ist der Karneval in Swakopmund recht übersichtlich           
(Bildquellen:

http://www.wznewsline.de/polopoly_fs/1.29317.1289831183!/

http://Image/onlineImage.jpeg_gen/derivatives/landscape_550/onlineImage.jpeg         
http://www.malabo.diplo.de/contentblob/2585204/Galeriebild_gross/650918/Karneval_Duesseldorf.jpg  
http://www.welt.de/reise/Fern/article121756413/Narren-in-Namibia-froenen-rheinischen-Traditionen.html     http://www.windhoek-karneval.com/WindhoekKarneval.html)

Kooperation mit der Deutsch-Namibischen Gesellschaft

Vom 24. bis 26. November nahmen Julia und Philipp am Namibia-Seminar und der Mitgliederversammlung der Deutsch-Namibischen Gesellschaft (DNG) teil. 1977 gegründet, ist die DNG eine gemeinnützige, überparteiliche und private Organisation. Sie “unterstützt Projekte in Namibia, fördert den Jugend- und Kulturaustausch, gibt Informationen heraus [und] veranstaltet Seminare und Konferenzen”, wie sie auf ihrer Webseite www.dngev.de schreibt, “um die Beziehung zwischen Deutschland und Namibia auf den verschiedensten Gebieten” zu pflegen und zu fördern.

Neben dem Gesandten der namibischen Botschaft in Deutschland, Herr Mapenzi, waren auch Matthias Keltin, Leiter des Referates Südliches Afrika im Auswärtigen Amt und Dr. Sigmar Osterkamp von der Hochschule für Politik der Universität München, der über die wirtschaftliche Situation Namibias sprach, anwesend. Schließlich konnten Julia und Philipp Welwitschia den versammelten 70 Mitgliedern präsentieren. Die ausschließlich positiven Rückmeldungen freuten und motivierten uns sehr. Zu guter Letzt wurde schließlich der Kooperation zwischen der DNG und Welwitschia bei der Mitgliederversammlung einstimmig zugestimmt.

Aufgrund des Konzeptes von Welwitschia, die Aus- und Weiterbildungschancen junger Menschen zu verbessern, konnten wir die DNG davon überzeugen eine Kooperation mit Welwitschia einzugehen. Es wird für Welwitschia nicht nur ein Unterkonto eingerichtet, was die Überweisung nach Namibia erleichtert und für uns kostengünstiger macht, sondern wir werden uns auch gegenseitig bei unserer Arbeit unterstützen, indem wir die jeweilige Expertise teilen.

IMG_0079 IMG_0089